Wäre schön blöd, nicht an Wunder zu glauben

Interessiert und voller Spannung habe ich Simones Buch begonnen, um noch mehr über ihre Erfahrungen durch ihre Krebserkrankung zu lesen.
Direkt am Anfang hatte ich das Gefühl, mein Herz würde brechen. Sie beschreibt ihre Gedanken und Gefühle so intensiv, dass es mir tief ins Herz ging.
Dabei schwingt durch alle Zeilen ein Satz, den man auch als ihr Motto bezeichnen könnte.
"Heute ist nicht der Tag zum Aufgeben, denn ich habe Gott und viele Menschen an meiner Seite." Zitat S. 33
Ich habe darüber gestaunt, wie viel Hoffnung, Zuversicht und Glaube auch oder gerade in den schwierigen Zeiten zu finden war, obwohl nichts beschönigt wurde.
So eine Krankheit ist schwer und nicht schönzureden und doch findet man hier in dem Schweren die Schönheit.
Simone Heintze berichtet hier von ihrer letzten Krebserkrankung und schenkt in Rückblicken auch Einblicke in die vorherigen Erkrankungen sowie Erlebnissen aus früheren Tagen.
Sie beschreibt die Abläufe in Krankenhäusern, Reha und den Herausforderungen drumherum. Es hat mich erschreckt, davon zu lesen und mich gleichzeitig staunen lassen, als ich Gottes Wunder darin finden konnte.
Es gibt hier ein Festhalten an Gottes Verheißungen, seine Kraft und Liebe und ist zutiefst Mut machend.
Hier konnte ich sehen, wie viel Glaube bewirkt und welche Stärke er schenkt.
Der Schreibstil ist mitreißend und lebendig, berührt stellenweise zutiefst und schenkt dann wieder durch den wundervollen Humor der durchblitzt ein Lächeln und Schmunzeln.
Dieses Buch ist nicht schwer, obwohl die Thematik es ist, sondern schenkt Zuversicht und erzählt von kleinen und großen Wundern.
Ganz besonders fand ich die Nachrichten ihrer Freundinnen während der dunklen Tage, die in diesem Buch abgedruckt wurden, denn sie zeigen, dass oft die kleinen Dinge ein Licht schenken. Ermutigen, aufrichten und trösten.
"Wäre schön blöd, nicht an Wundern zu glauben" ist ein bewegendes Buch, das ich gerne gelesen habe und von Herzen empfehle.
Ich glaube, dass es auch anderen Betroffenen ein Segen sein kann, denn es ermutigt die Hoffnung, nie aufzugeben.