Werden wir uns wiedersehen?
Es wurde Zeit für ein altes Buch, und so habe ich mir dieses hier gegriffen und bin abgetaucht. Abgetaucht in eine Welt, in der Jack Clayton versucht, sein Geheimnis zu wahren, spürt er, dass es immer schwieriger wird.
Die Geschichte ist spannend und ich habe sie gerne gelesen. Allerdings sind die Zeitspünge für mich zu Beginn etwas unklar gewesen und ich musste mich einige Male sortieren. Im Laufe der Geschichte wurde es aber immer leichter, was das Lesen vereinfachte.
Mir haben die Rückblenden gefallen, denn zum einen sorgten sie für eine gewisse Spannung, zum anderen versteht man dadurch längst vergangene Geschehnisse besser und weiß, warum Jack sich so davor fürchtet, seine Memoiren zu schreiben.
Dieser Roman zeigt, dass man die Vergangenheit nie endgültig wegschieben kann und es wichtig ist, Dinge zum Abschluss zu bringen.
Ja, es hat mir gefallen, dieses Buch zu lesen, und meiner Meinung nach hebt es sich von den "üblichen christlichen Romanen" ab, es sticht hervor und ist irgendwie anders.
Dieser Roman ist irgendwie ungeschönt, ehrlich und direkt, und ich denke, jeder Einzelne kann sich ein Stück weit darin wiederfinden.
Einzig das Ende ging mir etwas zu schnell und zu glatt, ja, ich fand es fast schon kitschig, was nicht so recht zum Rest der Geschichte passte.
Trotzdem: Dieses Buch ist wertvoll, lesenswert und leider viel zu unbekannt.
Da es ein altes Schätzchen ist, werdet ihr es wahrscheinlich nur schwer bekommen, aber wer weiß, vielleicht steht es bei Oma, Tante oder Mutter im Regal und wurde bisher nicht beachtet.