gesehen, geliebt, gehalten
Vor wenigen Tagen habe ich dieses Buch gelesen und möchte nur kurz meine Gedanken dazu teilen.
Aufgefallen ist mir das Buch, weil es so schön aussieht. Ich mag das Cover mit seiner Farbgebung und es hat mich direkt angesprochen.
Auch der Aufbau im Inneren des Buches ist angenehm. Damaris Hoppe betrachtet den 139. Psalm und geht dabei den gesamten Psalm durch. Es ist allerdings kein Kommentar (falls das nun jemand meint) zumal die Autorin auch nicht Vers für Vers betrachtet, sondern kleine Versgruppen bildet und ihre Gedanken dazu äußert.
Ich mochte den Aufbau, denn es ist, als würde man auf Goldsuche gehen.
Am Anfang eines jeden Kapitels stehen in Kursivschrift die Verse, die betrachtet werden. Danach geht es ins "Schlammbad" denn ja, Gold findet man zumeist im Dreck. Hierbei erzählt sie aus eigenen Lebenserfahrungen oder berichtet aus ihrer Zeit, in der sie sich ehrenamtlich für Frauen aus der Zwangsprostitution eingesetzt hat.
Doch sie bleibt da nicht stehen, sondern lenkt den Blick auf Gott. Es wird deutlich, dass Gott auch in schweren Zeiten da ist und Liebe schenken möchte.
Am Ende des Kapitels gibt es dann noch ein "Goldnugget" in Form eines knappen Gedankens, der den Inhalt des Kapitels zusammenfasst, und abschließend einige Fragen oder Gedankenanregungen, um das Gelesene zu vertiefen und vielleicht auch mit jemandem darüber ins Gespräch zu kommen.
Für mich war dieses Buch sehr wohltuend und ich fand es schön, mich neu daran zu erinnern, dass Gottes Liebe unbeschreiblich groß ist und in jeder Lebenssituation zu finden ist.
"gesehen, geliebt, gehalten" ist ein wertvolles Buch, das ich gerne empfehle und das sich wie ein ganz persönlicher Liebesbrief angefühlt hat. Dieses Buch unterstützt dabei, das eigene Leben, die eigene Situation und die eigene Persönlichkeit anzunehmen.
Gott hat uns geschaffen und deshalb sind wir wertvoll.