Sonnenaufgang über Hope Harbor

Sommer, Sonne und Hope Harbor - das gehört für mich eindeutig zusammen, und so bin ich mit einem leichten und glücklichen Herzen erneut verreist und habe weitere liebenswerte Bewohner des kleinen Meeresstädtchens kennengelernt.

Schön war in diesem Buch, auf verhältnismäßig viele alte Bekannte zu treffen, selbst wenn sie nur kurz erwähnt wurden. Auch Charley mit seinen weisen und vieldeutigen Sprüchen hat dieses Buch bereichert, und ich habe mir einmal mehr gewünscht, dass sein Taco-Stand in unserm Ort zu finden ist.

Der Einstieg war feurig und ich konnte mir die Szene bildlich vorstellen, um dabei kräftig zu grinsen. Es hat mir so viel Spaß gemacht, die Geschehnisse zu verfolgen, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie ich durch die Seiten geflogen bin. Die Geschichte ist warm und sanft, wohltuend und heimelig. Ich habe sie geliebt, denn ich mag diese Geschichten, die ohne große Aufhänger die Zeit vertreiben und trotzdem tiefgehende Aussagen treffen.

Am liebsten war mir der Satz: "Zuhause ist mehr als ein Ort. Zuhause ist dort, wo die Menschen leben, die man liebt." (Zitat 296) So treffend und auf den Punkt. Eine weitere Botschaft des Buches war: Sei ehrlich zu dir selbst, schau, wo du stehst, und überlege, ob das das Leben ist, das du dir wünschst. Achte dabei aber darauf, andere mit einem anderen Leben nicht zu verurteilen, und bedenke, dass Zufriedenheit nicht von Ruhm und Reichtum abhängt.

Ja, ich mochte das Buch. Ich mochte Bren mit ihrer warmen Herzlichkeit, mit ihrem offenen Herzen und ihrer feinen Art. Doch auch Noah, der zu Beginn eher misstrauisch auftritt, habe ich schnell ins Herz geschlossen. Ich mochte die Verbindung der beiden, auch wenn mir die Entwicklung stellenweise etwas zu schnell voranging.

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Die Geschichte eher unaufgeregt und doch durchgehend fesselnd. Das große Thema dieses Romans ist die Hilfsbereitschaft und zeigt sich im Umgang mit Emma. Emma war eine zusätzliche und sehr liebenswerte Person, bei der ich mir noch eine eigene Geschichte wünschen würde.

"Sonnenaufgang über Hope Harbor" hat mich erfreut, unterhalten, zum Lächeln gebracht und ermutigt, meinen Nächsten zu sehen und einen liebevollen Umgang zu pflegen. Für mich ist Irene Hannons neuer Roman perfekt für einen wunderschönen Sommertag, da er eine süße Geschichte erzählt und durch Hope Harbor ein Stück Heimat schafft.

Meine Bewertung
sehr gut
Informationen zum Buch
Sonnenaufgang über Hope Harbor
Irene Hannon
Silvia Lutz
Softcover
334
2026
Francke
Manchmal muss man hinter die Fassade blicken, um den wahren Schatz zu entdecken. Nach Jahren des Suchens hat Bren Ryan in Hope Harbor endlich ein Zuhause gefunden. Als Barista in der „Perfekten Bohne“ genießt sie das entspannte Lebensgefühl der idyllischen Küstenstadt. In ihrem Leben fehlt es an nichts – außer an Romantik. Doch das ist in Ordnung: Männer sind eine Komplikation, auf die sie gut verzichten kann. Auch der gewissenhafte Steuerberater Noah Ward ist nicht auf der Suche nach Liebe, als er nach Hope Harbor kommt. Sein Ziel ist klar: Er möchte seinen Vater dazu bewegen, in seine Nähe zu ziehen. Ganz sicher hat er nicht vor, sich in die unkonventionelle, freiheitsliebende Frau zu verlieben, die vorübergehend im Wochenendhaus seines Vaters wohnt. Doch als Noah sich von Bren dafür gewinnen lässt, gemeinsam einem Teenager in Not zu helfen, erkennen beide, dass im jeweils anderen weit mehr steckt, als der erste Blick vermuten ließ ...
Der Glaube spielt nur eine kleine Rolle und zeigt sich in christlichen Werten wie Hilfsbereitschaft und Gottesdienstbesuchen